Der Aconcagua (mit komplettem Namen: Cerro Aconcagua) ist mit 6.962m der höchste Berg Südamerikas bzw. des gesamten amerikanischen Kontinents und der höchste Berg außerhalb Asiens.

Er befindet sich in den argentinischen Anden in der Provinz Mendoza, nahe der chilenischen Grenze. Er besitzt 5 Hang- und bis zu 10 Kilometer lange Gletscher. Die Bedeutung des Namens ist unklar. Es wird vermutet, dass sich Aconcagua von Arauca Aconca-Hue oder Ackon Cahuak (Quechua-Sprache) ableitet, das "steinerner Wächter" bedeutet.

Der Aconcagua zählt zu den "Seven Summits", den jeweils höchsten Gipfeln ihrer geologischen Kontinente. Allerdings ist diese Frage für Europa schwierig zu klären, weil der Kaukasus von den einen zu Europa, von anderen zu Asien gerechnet wird (siehe Innereurasische Grenze). Ebenfalls ein Streitgrund ist die höchste Erhebung Australiens-Ozeaniens: Die in Neuguinea gelegene Carstensz-Pyramide (Puncak Jaya 4.884 Meter) oder der Mount Kosciuszko (2.228 Meter) in Australien.


Die ersten Besteigungsversuche am Aconcagua wurden vor über 100 Jahren unternommen und am 14.1.1897 erreichte der Schweizer Mathias Zurbriggen über die heutige Normalroute (NW-Grat) als Erster den Gipfel. Mit der so genannten Polenroute über den gleichnamigen Gletscher wurde 1934 eine weitere wichtige Route erschlossen.